Verzicht auf Kandidatur für Kantonsregierung

Nach sorgfältiger Abwägung habe ich mich entschieden, auf eine Kandidatur für die Regierung zu verzichten. Grund für den Verzicht ist, dass Lukas und ich vor kurzem Eltern einer Tochter geworden sind. Gerne möchte ich speziell in den ersten Lebensjahren meiner Tochter ausreichend Zeit mit der Familie verbringen können. Dies ist nur sehr schwer vereinbar mit dem Anspruch, als Mitglied der Regierung Tag für Tag vollen Einsatz für unseren Kanton zu leisten.

Zudem packe ich mit dem heutigen Tag eine neue berufliche Herausforderung an. Nachdem ich mehrere Jahre bei der Credit Suisse den Bereich Nachhaltige Anlagen geleitet habe, übernehme ich mit dem heutigen Tag als «Head of Corporate Sustainability and Responsible Investment» eine ähnliche Führungsrolle bei der Bank Julius Bär. Die Arbeitgeberin hätte eine Kandidatur von mir mitgetragen. Mein Verzicht auf die Kandidatur ist aber durch die erstklassige berufliche Perspektive sicher erleichtert worden.

Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Die Regierungstätigkeit interessiert mich grundsätzlich. Gerne hätte ich den Gestaltungsspielraum genutzt, um bisher brach liegendes Potenzial unseres Kantons zu entfalten, und gerne hätte ich einen Beitrag geleistet, damit unser vielgestaltiger Kanton wieder näher zusammenrückt. Auch spüre ich, dass ich aktuell über viel Rückenwind verfüge. Viele ermuntern mich zu kandidieren, und ich stelle fest, dass ich für einen Teil der Bevölkerung sogar eine Art Hoffnungsträgerin darstelle.

Mit Blick auf mein Alter schliesse ich nicht aus, mir dereinst erneut Gedanken über eine Kandidatur für die Regierung zu machen. Aktuell hoffe ich auf Verständnis, wenn ich meine Prioritäten anders setze. Ich bin zudem topmotiviert, mich als Kantonsrätin weiterhin tatkräftig für unseren Kanton und seine Menschen einzusetzen.